Alburg / Hochwegfeld

An die Flur Kreuzbreite schließt im Süden das Neubaugebiet Hochwegfeld an. Die seit 1998 laufenden Grabungen haben hier für die frühe Stadtgeschichte mehrere überaus bedeutsame Funde und Befunde erbracht. So konnten etwa mehrere Kreisgräben, die als Begrenzung mittelbronzezeitlicher (1500‑1200 v.Chr.) Grabhügel anzusprechen sind, freigelegt werden.  Die schon auf der Kreuzbreite ergrabene urnenfelderzeitliche Siedlung setzt sich nach Süden fort, wobei auch die ersten Bestattungen des zur Siedlung gehörenden Gräberfeldes aufgedeckt wurden. Zum hallstattzeitlichen Herrenhof auf Kreuzbreite gehörte auch eine Außensiedlung, von der Hausgrundrisse am Hochwegfeld zum Vorschein kamen. Auch die zugehörige Nekropole wurde entdeckt. In den großen Kammergräbern, die als Beigaben reiche Geschirrsätze enthielten, bestatteten die sozial hochgestellten Bewohner des Herrenhofs. Die Bevölkerung in der Außensiedlung setzte ihre Toten in einfachen Urnen bei.

Durch Luftbilder war am Hochwegfeld ein großes bajuwarisches Gräberfeld bekannt, das inzwischen vollständig ausgegraben wurde und über 400 Bestattungen umfasst. Als große Überraschung konnte rund 100m westlich des Friedhofs eine weitere Nekropole mit über 100 Bestattungen, darunter mehreren Adelsgräbern, freigelegt werden. Trotz der starken antiken Beraubung zeigen die erhaltenen Funde, dass hier eine zum höchsten bajuwarischen Adel zählende Personengruppe bestattet wurde. Es ist ein seltener Glücksfall, dass westlich der Gräberfelder die zugehörige Siedlung in Ansätzen entdeckt werden konnte.