Vorträge im Museum


  • Musik im Schatten des Turms
  • Der Landesherr als Bierbrauer
  • Kurt Raab: Katholik, Filmschauspieler, Autor (Vortrag und Film)
  • Monumentalbauten des Jungneolithikums
  • Römische Binnenschiffahrt
Musik im Schatten des Turms
Termin Donnerstag, dem 11. Juni 2015, 19.30 Uhr
Referent StD a.D. Dr. Fritz Wagner, Deggendorf
Ort Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing
Veranstalter     Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Eintritt frei

In dem Vortrag soll zum einen versucht werden, am Beispiel Deggendorfs die soziale Stellung des Türmers zu skizzieren, also sein Pflichten und Rechte, seine Einkommenssituation, seine Funktion in der Kulturszene der Stadt. Außerdem geht es um die Gründe dafür, warum der Türmer allmählich seine Bedeutung verlor und Ende des 19. Jahrhunderts schließlich verschwand.

 

Der Landesherr als Bierbrauer
Termin Donnerstag 13. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Referent Dr. Karl Gattinger | Konservator am BlfD, München
Ort Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing
Veranstalter     Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Eintritt frei
Bier in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte. Den vielleicht größten Anteil daran hatten die bayerischen Herzöge und Kurfürsten, von denen – über Jahrhunderte hinweg – die entscheidenden Impulse für den im 16. Jahrhundert einsetzenden Aufstieg des bayerischen Brauwesens vom regionalen Braugewerbe zur Brauindustrie von Weltgeltung ausgingen. Neben den landesherrlichen Verordnungen wie das berühmte Reinheitsgebot von 1516, die endlich eine zuverlässig konstante Qualität des Biers garantierten, war es vor allem das von dem Wittelsbacher Maximilian I. 1602 begründete kurfürstliche Weißbierbrauwesen, das den Wandel Bayerns vom Wein- zum Bierland verursachte – ein Wandel, der bis heute durch eindrucksvolle, über das ganze Land verteilte Baudenkmäler anschaulich dokumentiert wird.

 

Kurt Raab: Katholik, Filmschauspieler, Autor (Vortrag und Film) 
Termin Donnerstag 10. November 2016, 19.30 Uhr
Referent OSD a.D. Wolfgang Hammer, Mitterfels
Ort Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Eintritt frei
Kurt Raab (1941-1988), einer der profiliertesten Schauspieler aus der Gruppe um Rainer Werner Fassbinder (1945-1982), bestand 1963 das Abitur am Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing. Schon in der Schulzeit hatte ihn das Theater- und Filmfieber gepackt. Aufführungen von „Hamlet“ und „Draußen vor der Tür“, Filme über das Schülerleben und die Liebe eines Mädchens zu einem Zigeuner, ein Filmdrehbuch und ein Theaterstück zeigen die Anfänge des Lebens eines Menschen, der aus der katholischen Provinz zu einer Gruppe der großstädtischen Avantgarde in München stößt, die filmgeschichtlich ein bedeutendes Kapitel geschrieben hat: die Gruppe um Rainer Werner Fassbinder. Der Beitrag von Kurt Raab zu diesem Kapitel war durchaus nennenswert.
Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil stellt wichtige Ereignisse seines Lebens als Schüler in Straubing vor. Im zweiten Teil wird der Film „Warum lief Herr R. Amok“ gezeigt.

 

Monumentalbauten des Jungneolithikums
Termin Donnerstag 23. März 2017, 19.30 Uhr
Referent Dr. Ludwig Husty, M.A. | Kreisarchäologie Straubing-Bogen
Ort Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Eintritt frei
Die umfangreichen Grabungen der letzten Jahre in Niederbayern haben neue Erkenntnisse zu bereits seit langem bekannten, aber auch zu neu entdeckten münchshöfenzeitlichen Erdwerken in Niederbayern erbracht. Es deutet sich inzwischen an, dass zwischen etwa 4 500 und 3 800 v. Chr. In Niederbayern deutlich mehr Grabenwerke errichtet wurden als man bislang angenommen. Neben der Darstellung von unterschiedlichen Bauformen wird einer der Schwerpunkt des Vortrags dabei auf der Zusammenführung von zum Teil 30 Jahre alten Grabungsergebnissen mit aktuellen Grabungen liegen, die nunmehr kombiniert gesehen neue Erkenntnisse und Interpretationsmöglichkeiten dieser besonderen neolithischen Befundgattung eröffnen. Besonders wichtig für die Beurteilungen dafür ist das zwischen 2007 und 2012 komplett ausgegrabene münchhöfenzeitliche Grabenwerk von Riedling, das im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewertet wird und damit neue Aspekte sowohl in der Bedeutung dieser Monumentalbauten des ausgehenden 5. Jahrtausend v. Chr. Als auch in die Chronologie der Münchshöfener Kultur erbringen wird.

 

Römische Binnenschiffahrt
Termin Donnerstag 27. April 2016, 19.30 Uhr
Referent Prof. Dr. Günther Moosbauer | Leiter Gäubodenmuseum Straubing 
Ort Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Eintritt frei
 bis weit in die mittlere Kaiserzeit auf den Strömen als Patrouillenboot oder Truppentransporter verkehrte. Mit dem Mainzer und Straubinger Hafen sowie den augusteischen Bootshäusern von Haltern am See sind feste Einrichtungen bekannt, wo die Schiffe nicht nur anlegen konnten. In der Spätantike ändert sich der Typ der Militärschiffe etwas. Spätantike Schiffe sind etwa in Mainz ausgegraben worden. An den Rekonstruktionen des Oberstimm-Typs aber auch eines Mainzer Schiffes wurden und werden Tests durchgeführt, um Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeiten der einzelnen Bauklassen zu testen. Ähnliche Boote verkehrten auf den Seen. Selbst auf kleinen Gewässerläufen konnten Flachbodenschiffe oder Flöße verkehren. Waren auf den Strömen Ruder und Segel die Hauptantriebsarten, wurden solche Fahrzeuge getreidelt oder gestakt. Die großen Ströme waren nicht durchgängig schiffbar. So musste teils umgeladen werden und über gewisse Abschnitte ein Landtransport erfolgen. Zu römischer Zeit hat man deshalb schon die ersten Flussbaumaßnahmen durchgeführt. Trotzdem bedeutete eine Schifffahrt, dass man sich in Gefahr begab. Persönliche Schicksale waren mit der Schifffahrt eng verbunden. Häufig waren die Flussschiffer auch Transportunternehmer, die in Gilden organisiert waren. Einige davon kennen wir über Inschriften und Reliefs.

 

 

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