Sonderausstellung: Luther HIER. Protestantismus in um Straubing

Eine Kabinettausstellung des Gäubodenmuseums

Eröffnung 23. Mai 2017, 19.00 Uhr | 24. Mai 2017 bis 10. September 2017

Im 16. Jahrhundert war Straubing das Zentrum der Reformation in Niederbayern, die Stadt musste sich aber schließlich der ausschließlichen Katholizität des Herzogtums Bayern beugen. Viele Straubinger Familien hielten aber an der Reformation fest und mussten nach Regensburg auswandern. Erst mit den Veränderungen ab 1803 bildeten sich dann langsam protestantische Gemeinden. So wurde das 1853 in Straubing eingerichtete Pfarrvikariat, welches von Landau a.d.I. über Mallersdorf, Kötzting, Neukirchen a. hl. B., Regen, Zwiesel über Deggendorf bis Hengersberg reichte, erst 1896 zu einer eigenständigen Gemeinde. Zentrum war die drei Jahre zuvor eingeweihte Kirche in Bahnhofstraße, welche 1945 durch Bomben zerstört wurde. Während die neue Christuskirche erst 1957 wieder eingeweiht werden konnte, wuchsen die protestantischen Kirchengemeinden selbst in Niederbayern stark durch Flüchtlinge an. In Straubing wurde eine zweite Pfarrstelle errichtet, in weiter entfernten Orten Pfarrstellen und Pfarrvikariate genehmigt und Kirchen erbaut. Anfang der 1990er Jahre wuchs die Straubinger Gemeinde noch einmal stark an: Mit dem Fall des "Eisernen" Vorhangs" kamen evangelische Christen vor allem aus Siebenbürgen und der Sowjetunion nach Straubing. Mittlerweile sind die protestantischen Gemeinden fester Bestandteil im ehedem weitgehend katholischen Niederbayern. Sie sind Teil des gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Leben. Die Ausstellung Luther Hier versucht Aspekte dieser Geschichte von Vertreibung und Integration aufzuzeigen.

Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungen in Straubing zum Reformationsjubiläum 2017.

Zum Programm: www.christuskirche-straubing.de

Kontakt:

Gäubodenmuseum Straubing | Fraunhoferstr. 23 | 94315 Straubing

Di-So 10-16 Uhr | Mo geschlossen

Fon + 49 (09421) 944 63 222

Fax + 49 (09421) 944 63 225

E-Mail gaeubodenmuseum@straubing.de

Internet www.gaeubodenmuseum.de

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