Bruno Mooser | Weiß und Schwarz | Fotografische Bilder aus Straubing

15.11.2006 bis 04.02.2007

Unter Liebhabern und Kennern der Fotografie gilt Bruno Mooser als einer der großen Lichtbildner Niederbayerns. Vor mehr als 50 Jahren begann Mooser zu fotografieren und ist mit 81 Jahren bis heute noch immer mit seiner Kamera unterwegs.

Erstmals stellt Mooser nun zahlreiche, auch unveröffentlichte Arbeiten vor, die seinem Wohnort Straubing gewidmet sind. Eine Vielzahl dieser Bilder, die seit Mitte der 1950er Jahren entstanden, erweisen sich über ihre fotografische Qualität hinaus als zeit- wie lokalgeschichtliche Dokumente, die das Gäubodenmuseum Straubing in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Straubing der Öffentlichkeit vorstellen. Frühe und neue, veröffentlichte und zahlreiche unveröffentlichte Aufnahmen des Leica-Fotografen von Straubing und seinem Umland sind nun im Gäubodenmuseum Straubing vom 15. November 2006 bis 4. Februar 2007 zu sehen.

Als Amateurfotograf ist Bruno Mooser ohne große Umschweife zum Fotokünstler geworden. 1925 im Rottal (Niederbayern) geboren und bis zu seiner Pensionierung 1988 Lehrer am Institut für Hörgeschädigte in Straubing, ging es Mooser dabei nie allein um einen speziellen fotografischen Stil, sondern – konzentriert auf sein berufliches und regionales Umfeld - um Menschen- und Naturbilder in all ihren Nuancen.

So bildete sein berufliches Umfeld in den 1950er Jahren einen ersten Schwerpunkt. Im Umgang mit den gehörgeschädigten Kindern entstanden eindrucksvolle, stille, vielfach ausgezeichnete, meist schwarzweiße Bilder. Daneben galt sein Interesse – wenn auch nur wenig veröffentlicht - Personen und Situationen in seiner Stadt Straubing. Parallel galt sein Blick der Ästhetik von kahlgeräumten, maschinengerechten Landschaftsflächen, „grafischen Landschaften“.

Mitte der 1970er Jahre trat zur SW-Fotografie die Farbfotografie hinzu. Reisen nach Island öffneten Mooser, der bis dato hauptsächlich Menschen und Landschaften Niederbayerns dokumentiert hatte, den Blick für Urlandschaften, welche er für seine jüngsten Arbeiten schließlich auch wieder im Bayerischen Wald fand.

Seit der Mitte der 1950er Jahre vielfach ausgezeichnet, fanden zahlreiche Arbeiten weltweite Verbreitung. Mit der Pensionierung im Jahr 1988 intensivierte der bis heute aktive Leica-Fotograf Bruno Mooser seine Ausstellungs- und Autorentätigkeit. Viel gelobte Bildbände sind von ihm u. a. im Rosenheimer Verlag in Rosenheim, dem Lichtung-Verlag in Viechtach und dem Verlag Attenkofer in Straubing erschienen.

Begleitband

Bruno Mooser | Dorit-Maria Krenn: Zeitsprung. Bilder einer Stadt 1953-1967. Straubing 2007.

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