Alburgs Vorzeit

12. November 2003 bis 29. August 2004

Die Sonderausstellung „Alburgs Vorzeit“ präsentiert erstmals die umfangreichen archäologischen Funde der Grabungen im Bereich der Gemarkung Alburg, Stadt Straubing (Niederbayern).

Einen Schwerpunkt der Präsentation bildet die Grabung auf dem Alburger Hochwegfeld Straubing (Ndb.), wo seit Sommer 1998 bauvorgreifende archäologische Untersuchungen stattfinden. Bereits vor dem Abschluss der Ausgrabungen übertreffen die Ergebnisse alle Erwartungen.

Die ältesten Siedlungsspuren auf dem Hochwegfeld stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Seit der ausgehenden Jungsteinzeit wurde das Areal dann immer wieder als Bestattungsplatz genutzt, wie mehrere Gräber der Schnurkeramik und der Glockenbecherkultur, ein Grabhügelfeld der mittleren und ein Urnengräberfeld der späten Bronzezeit belegen. Auch die Bewohner des befestigten hallstattzeitlichen Hofes auf der Kreuzbreite waren hier bestattet.

Von besonderer Bedeutung ist schließlich die Entdeckung des bajuwarischen Friedhofs des Frühmittelalters und zeitgleicher Siedlungsbefunde, die die Entstehung des ehemaligen Dorfes Alburg in den ersten Jahrzehnten des 7. Jahrhunderts n. Chr. belegen.

Geradezu als Sensation ist die Bestattung einer hochgestellten Persönlichkeit mit seiner mit kostbaren Goldborten besetzten Kleidung einzustufen. Der im gesamten Merowinger- und Karolingerreich einmalige Befund, der in den Spezialwerkstätten für Textilrestaurierung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege restauriert wurde, wird zusammen mit einer umfangreichen Auswahl anderer Objekte vom Hochwegfeld ab 11. November 2003 im Rahmen der Sonderausstellung „Alburgs Vorzeit“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Begleitpublikation

Alburgs Vorzeit (=Straubinger Museumshefte 2, hg. v. Gäubodenmuseum Straubing). Straubing 2003.

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