Rom und die Germanen. Das Zeugnis der Münzen

Eine Ausstellung der Staatlichen Münzsammlung München ergänzt um Bestände aus dem Gäubodenmuseum

12. Mai bis 1. August 2004


Römische Münzen waren weit mehr als nur ein Zahlungsmittel. Als geprägtes Massenprodukt waren sie weit verbreitet und wurden daher schon früh als Propagandaträger genutzt. So war eine Münze zugleich Nachrichtenmedium, Regierungsverlaut­barung und direkte authentische Quelle. Speziell in der Kaiserzeit spielten dabei die Siege über fremde Völker eine hervorragende Rolle, wenn diese auf der Rückseite der Münzen immer wieder gefeiert werden.

Natürlich galt nicht die Niederlagen, sondern die Siege über diese di­versen "Barbaren" auf der Münze zu veranschaulichen. Das geschah, bisweilen selbst dann, wenn die Heere Roms geschlagen waren. Die Münze ist also nicht objektiv, sondern gibt die offizielle Version des historischen Geschehens wieder.

Ergänzt um Bestände aus der Sammlung des Gäubodenmuseums stellt die Ausstellung eine repräsentative Auswahl jener römischen Münzen vor, die sich auf die Germanen in irgendeiner Form bezie­hen. Hauptsächlich handelt es sich um Siegesdarstellungen, die mit anderen Darstellungen (Triumphbögen) eng verwandt. Vergleichsmaterial aus anderen Bereichen der rö­mischen Münzpropaganda vertieft in der Ausstellung den Stellenwert der auf die Germanen bezogenen Münzdarstellun­gen. So ist dem eigentlichen Thema ein Abschnitt "Das römische Heer" vorangestellt.

Begleitpublikation

Bernhard Overbeck (Bearb.): Rom und die Germanen. Das Zeugnis der Münzen (= Staatliche Münzsammlung München). Stuttgart 1985

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