Historische Sammlungen der Stadt Straubing

Zum eigentlichen Museumsgründer wurde Eduard Wimmer (1840-1902), der als Hauptmann der Bayerischen Armee von 1878 bis 1888 in Straubing stationiert war. Angetan von der „künstlerischen Gruppierung, namentlich der historischen Bestände”, erkannte er die Bedeutung der Sammlung. Gleichzeitig sah er aber auch ihren Erhalt gefährdet, da die Räumlichkeiten aus konservatorischer Sicht ungeeignet waren.

Daher bemühte er sich um eine Verlagerung der Bestände. Mit Unterstützung des Bürgermeisters fand Wimmer im östlichen Anbau des Stadtturms neue Ausstellungsräume. Im 1. Stock, wo die Ratsherrentrinkstube bis ins 18. Jahrhundert städtischen Repräsentationszwecken gedient hatte, wurde am 23. August 1880 die Sammlung als „Historische Sammlung der Stadt Straubing” der Öffentlichkeit übergeben. Fortan stand sie an allen „Sonn- und Feiertagen von 10-12 Uhr dem Besuche gegen ein mäßiges Eintrittsgeld, das zur Reinhaltung des Saales bestimmt ist, außerdem bei Volks- und anderen Festlichkeiten gratis offen”.

Einen Eindruck von der Aufstellung der Sammlung, deren Bestand Wimmer 1882 in Katalogform vorlegte, gibt ein zeitgenössisches Foto: Der Blick fällt in einen annähernd quadratischen Saal mit stuckierter Decke. Als Exponate sind vor allem Militaria zu erkennen, die - wie sich aus der Übernahme der ehemaligen Zeughausbestände erklärt – den Schwerpunkt der Sammlung ausmachten.

 

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