Museumserweiterung

1976 schließlich erwarb die Stadt Straubing das dem Gäubodenmuseum benachbarte Fischerhaus zur musealen Nutzung, ebenso wie das so genannte Antmann-Haus, das von den beiden Häusern flankiert wird. Parallel zur eingeleiteten Museumserweiterung wurde 1978 die römische Abteilung eröffnet. Erstmals zog man einen Ausstellungsarchitekten hinzu. Auch hinsichtlich der Museumsleitung kam es zu einer Veränderung, da die Stadt und der Historische Verein die Bestellung eines hauptamtlichen Museumsleiters verfolgten. Dieser wurde in der Person des Archäologen Dr. Johannes Prammer gefunden, der seit 1978 als Stadtarchäologe tätig war.

Er wurde 1982 zum Museumsleiter bestellt, um künftig die Grundlagen für ein modernes Stadtmuseum mit archäologischer Ausrichtung abzusichern. Damit fand die mehr als 80jährige Ära der ehrenamtlichen Museumsleitung ihr Ende. Seit 1982 bestimmt die Neuaufstellung der umfangreichen Sammlungen neben zahlreichen Sonderausstellungen zu archäologischen, kunst- und kulturgeschichtlichen Themen die Museumsarbeit. Präsentiert werden bislang die Abteilungen Vorgeschichte, Sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit sowie die Sonderabteilung Frühe Baiern im Straubinger Land. 1996 wurde ein Teilabschnitt der stadtgeschichtlichen Sammlung eröffnet, welcher die Geschichte Straubings von der Gegenreformation bis zum Ende des Königreichs Bayern 1918 behandelt.

Das archäologische Kernstück des Museums, die römische Abteilung, wurde 2012 fertiggestellt. Der Abschnitt Lagerdorf wird 2015 um eine großflächige Wandmalerei aus dem Römerpark ergänzt. Auch soll in diesem Jahr der Abschnitt Militärgeschichte mit einer digitalen Visualisierung des antiken Straubing noch attraktiver gemacht werden.

2013 ging Dr. Johannes Prammer in den verdienten Ruhestand und die Museumsleitung wechselte zu Prof. Dr. Günther Moosbauer. Im Focus der Bemühungen steht aktuell die Integration des Antmannhauses in den Museumskomplex, um neue Flächen für eine frühgeschichtliche / bajuwarische Abteilung zu schaffen. In diesem Kontext ist auch daran gedacht, die Abteilungen sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit im Rahmen der Stadtgeschichte neu aufzustellen und diese um weitere Themen zu ergänzen.

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