Frühe Baiern im Straubinger Land

Bis vor wenigen Jahren war über die Frühgeschichte des Straubinger Raumes wenig bekannt. Dies änderte sich schlagartig, als von 1980-1983 das bajuwarische Gräberfeld von Straubing – Bajuwarenstraße und in den Jahren 1988-1993 die frühmittelalterliche Nekropole in Straßkirchen freigelegt wurden. Schon vor der abschließenden wissenschaftlichen Auswertung der beiden Friedhöfe zeigt sich bereits jetzt die Bedeutung des Straubinger Raumes in der frühmittelalterlichen Landesgeschichte Bayerns.

Eine Auswahl dieser reichen bajuwarischen Funde ist der Sonderabteilung „Frühe Baiern im Straubinger Land“ präsentiert. Die Grabbeigaben, Tongefäße, Fibeln, Gürtelgarnituren und Glasgefäße geben einen faszinierenden Eindruck von der hohen Qualität des Kunsthandwerks. Zugleich vermitteln Funde wichtige Erkenntnisse vom Übergang der Spätantike zum Mittelalter in Bayern, als sich aus verschiedensten ethnischen Gruppen der Stamm der Bajuwaren bildete.

Inzwischen sind reiche Fürstengräber auch aus der Straubinger Altstadt um St. Peter bekannt. Das Gräberfeld Straubing-Bajuwarenstraße findet seine Fortsetzung in dem vom Alburger Hochwegfeld. In Alburg sind archäologisch darüber hinaus Siedelstellen des 8. Jahrhunderts nachgewiesen.

Seite drucken
Zurück