Die Botschaft der Krippe

Arbeiten aus Werkstatt und Sammlung von Elisabeth und Franz Karl

24. November 2004 bis 16. Januar 2005


Seit 1984 betreut das Ehepaar Elisabeth und Franz Karl aus Straubing die jährliche Krippenausstellung im Gäubodenmuseum Straubing. Grundsätzlich reichen ihre Bemühungen um öffentlich zugängliche Weihnachtskrippen in Kirchen sowie kirchlichen und sozialen Einrichtungen im Straubinger Raum jedoch bis weit in die Mitte der 1970er Jahre zurück. Dieses Engagement findet heute seinen Niederschlag in der touristischen Vermarktung Straubings als Krippenstadt und der Schaffung des Straubinger Krippenwegs, der von Guido Scharrer (Vorsitzenden vom Krippenbauverein) und dem örtlichen Verkehrsamt 1997 angestoßen und bis heute betreut wird.

Die von Elisabeth und Franz Karl mittlerweile erworbene Fachkompetenz, belegt sowohl durch die Konzeption eigener neuer Krippen und die Restaurierung sowie die Sammlung alter Krippenbestände als auch durch zahlreiche und fundierte Beiträge zur Geschichte der Weihnachtskrippen im Straubinger Raum, gibt dem Gäubodenmuseum nun Anlass, die privaten Krippen aus dem Besitz bzw. der Werkstatt von Elisabeth und Franz Karl erstmals der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Eingebettet in das familiengeschichtliche Umfeld, welches nach Würzburg und noch mehr nach Regensburg mit dem dort ehedem ansässigen Verlag Josef Habbel verweist, will die Sonderausstellung „Die Botschaft der Krippe. Arbeiten aus Werkstatt und Sammlung von Elisabeth und Franz Karl“ versuchen, die Arbeiten der beiden Leihgeber erstmals umfangreich der Öffentlichkeit vorzustellen:

Hauskrippen aus der Kinderzeit stehen dabei neben einer großen 1984 bis 1999 entstandenen Vierseit‑Krippe. Ebenso sind große Sammelkrippen im neapolitanischen bzw. süddeutsch-alpenländischen Stil oder Krippen mit bis zu 60 cm großen Figuren zu sehen. Einen besonderen Akzent wird in der Sonderausstellung neben einigen im Krippenbau eher seltenen Darstellungen (Hirtenrückkehr, Traum der Könige, Legende vom vierten König) ein Bereich setzen, der sich u. a. der Restaurierung von Figuren, ihrem Aufbau, der Gestaltung von Szenerien sowie den dabei verwendeten Materialien widmet.

Begleitpublikation

Franz Karl: Krippen in der Jesuitenkirche zu Straubing (= Straubinger Hefte 47 | Beilage zum Jahresbericht des Johannes-Turmair-Gymnasiums 1997). Straubing 1997. 

Franz Karl: Das fünfte Evangelium. Krippen im Kloster der Karmeliten zu Straubing  (= Straubinger Hefte 55 | Beilage zum Jahresbericht des Johannes-Turmair-Gymnasiums 2005). Straubing 2005.

Seite drucken
Zurück