St. Peter

Die in den Jahren 1998–2000 durchgeführten Grabungen im Friedhof von St. Peter führten endlich zum Nachweis des lange gesuchten spätrömischen Kastells. Nördlich der romanischen Basilika konnte die Nordmauer der Befestigung auf 20m Länger nachgewiesen werden. Ferner gelang auch die Feststellung der Lage des Nordtores. Vom aufgehenden Mauerwerk war nichts mehr erhalten. Nur im Torbereich fand sich ein in zweiter Verwendung in der Kastellmauer verbauter Steinblock eines römischen Grabdenkmals des 2./3. Jahrhunderts. Auf dem Grabstein sind der Verstorbene als römischer Beamter und eine tanzende Mänade dargestellt. Für die frühe Besiedlung der Straubinger Altstadt sind vier bajuwarische Adelsgräber aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts, die über den spätrömischen Schichten lagen, besonders wichtig. Sie zeigen, dass sich auf dem Kirchhügel von St. Peter ein Adelssitz befunden hat, dem etliche Höfe, die allerdings nur noch durch ihre Hofgrablegen zu erkennen sind, zugeordnet waren. Aus dieser Ansiedlung entwickelte sich das 897 genannte Strupinga.

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